Ich bin ein kleiner, organisierter Chaot. Definitiv nicht die beste Kombination für Spontanreisen.

 

Ich bin nicht gerne unvorbereitet. Auf der anderen Seite fällt es mir schwer längere Zeit vorauszuplanen – es könnte sich ja etwas Interessanteres ergeben.

 

Aus diesem Grund und weil mein Job es mir auch nicht wirklich erlaubt, plane ich Reisen weniger als 2 Monate im Voraus. Manchmal sogar innerhalb von 1-2 Tagen.

 

Zum Beispiel habe ich letzten Freitag meinen Flug für diesen Freitag von Amsterdam nach Wien gebucht, um dort meine Freunde und Familie zu besuchen.

 

Mittlerweile habe ich allerdings festgestellt, dass es preislich in ca. 80% der Fälle kaum einen Unterschied macht ob ich länger im Voraus buche oder kurzfristig.

Wie du hier schon lesen kannst, bestehen die meisten meiner Trips aus Flugreisen.

Ein Hotel benötige ich selten, da ich nun schon so gut vernetzt bin, dass ich zumindest in Europa meistens bei Freunden unterkomme. Auch mitunter ein Grund warum ich es noch nicht geschafft habe mich selbst ins Unglück zu stürzen. Wobei ich schon ein Mal in einer Gefängniszelle und ein Mal in einem stillgelegten Schwimmbad geschlafen habe, aber das sind andere Geschichten…

 

Spontan zu reisen bedeutet für mich Freiheit.

Wenn ich einen neuen Ort bereise, dann schaue ich mich im Vorfeld nach Tipps rund ums Ausgehen, Events und Essen und den wichtigsten Sehenswüridgkeiten um.

 

Planen tue ich trotzdem kaum etwas.

Ich lass mich lieber treiben und von Einheimischen herumführen. Die wissen ja besser als ich was wirklich interessant ist und nicht bloß die nächste Touristenfalle.

 

Somit würde ich sagen, dass ich mich zumeist 30-60 Minuten auf meine Reiseplanung fokussiere und danach schaue, was passiert.

Dadurch haben sich schon viele lustige, aber auch lehrreiche Geschichten ergeben.

Ich denke mit zu viel Planung versaut man sich selbst den Trip. Und seien wir uns mal ehrlich, man kann sowieso nicht auf alles vorbereitet sein!

 

Ich weiß noch wie wir oft durch die Stadt gehetzt sind, als ich klein war und die Organisation nicht in meiner Hand lag.

Es war toll, jedoch nicht so relaxt.

Und ich war einer von diesen klassischen Touristen, die im Endeffekt bei Pizzahut landen, weil “daheim schmeckts ja bekanntlich am besten” und „was der Bauer nicht kennt, ist er nicht“, wie wir in Österreich sagen. Als Kind war ich dazu auch noch extrem heikel.

Heute, würde ich mich eher als Reisende bezeichnen.

 

Schief gegangen ist natürlich schon öfters was. Wenn man so oft reist wie ich, wird man leichtsinnig.

Mittlerweile habe ich schon 4 Mal einen Flug verpasst, weil ich einfach verschlafen habe oder zu knapp dran war und dachte, dass sich das doch noch locker ausgeht – dann kam zum Beispiel ein vergessener Reisepass oder ein Stau auf der Autobahn dazwischen. Beim ersten Mal habe ich mich noch geärgert, mittlerweile nehm ichs gelassen.

Ich sag mir in solchen Situationen immer „Leichtsinn gehört bestraft“ und wenn es mir wert ist, finde ich eine Lösung um doch noch an mein Ziel zu kommen.

Natürlich kostet es Geld und nicht jeder hat den Luxus so einfach damit umzugehen.

Am Ende des Tages zählt für mich persönlich aber die Erfahrung, die ich mache, mehr, als die Euros, die ich dabei ausgebe. Und beim nächsten Mal bin ich schlauer!

Meinen Reisepass habe ich zum Beispiel seither nicht mehr vergessen!

 

Ich denke in Europa ist es sehr einfach spontan zu verreisen oder wenn man jemanden am Zielort kennt. Dann braucht dies keine lange Vorausplanung.

Außerdem glaube ich, dass mittlerweile sehr viele Reiseblogs weiterhelfen können um sich selbst sicher zu fühlen.

Hier hat man das Gefühl, dass einem dies ein Freund berichtet und nicht die nächste Firma, die dir ein Angebot aufschwatzen will.

So hat sich unsere Reisegruppe auf die Wanderung zur Trolltunga in Norwegen vorbereitet. Andernfalls wär dies sicher katastrophal ausgegangen.

Immerhin hieß es davor, es würde sich um eine leichte Wanderung handeln – aber denkste!

 

Wer ein kleineres Budget hat sollte sich auf die umliegenden Länder beschränken oder auf Seiten wie Urlaubsguru, Urlaubshamster oder Urlaubspiraten schauen – dort findet man oft extrem günstige Angebote und kann schon kurz darauf ins Auto, den Bus oder ins Flugzeug steigen.

Und nicht vergessen, immer Preise vergleichen!

 

Wie stehst du zum Spontanreisen? Planst du lieber oder bist du auch gerne so ein Chaot wie ich? Hinterlass einen Kommentar!

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3 thoughts on “Warum Spontanreisen die beste Reisemethode ist

  1. Schön geschrieben! Bei mir ist es immer unterschiedlich – New York haben wir zum Beispiel quasi komplett durchgeplant, bei spontanen Städtetrips verlasse ich mich meistens auf meine Mitreisenden oder schaue auf ein paar Blogs und im Lonely Planet an, was ich unbedingt sehen will und schaue dann spontan, was ich wie einplanen kann 😀 Flüge habe ich zum Glück noch nie verpasst…aber die Geschichte mit der Gefängsniszelle würde mich interessieren 😀

    Liebe Grüße,

    Alex

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