Man hört ja immer wieder man kann kein Geld sparen in Singapur, denn es ist zu teuer.

Es ist auch eine Herausforderung. Aber es ist möglich.

Lustigerweise haben meine Freundin und ich sogar weniger Geld in Singapur ausgegeben als zum Beispiel in Vietnam und in Indonesien.

Das liegt wahrscheinlich in erster Linie daran, dass wir zum ersten Mal wirklich nach einem Budget gelebt haben.

In meinem letzten Beitrag über Singapur ging es um den Transport vom und zum Flughafen und eine gute Unterkunft, die auch noch die perfekte Ausgangslage für unsere Sightseeing-Tour war.
Ich habe dir nun eine Schritt für Schritt Anleitung mit Wegbeschreibung zusammengeschrieben, wie wir dies geschafft haben und am Ende findest du auch noch ein paar Tipps, wie du es noch besser machen kannst.

 

24 Stunden Sightseeing in Singapur

Tag 1 – Montagabend – Abendessen & Gardens By The Bay

Wir kamen um ca. 18 Uhr abends an und machten uns direkt auf den um etwas zu essen zu finden. Günstig und gut sollte es sein!
Vom Hostel wurde uns Adam’s Corner Seafood Restaurant empfohlen, keine 5 Gehminuten von uns entfernt.
Wir bestellten Roti Batas mit Ziebeln, Käse und Ei (2,50-3 SGD), einen frisch gepressten Orangensaft (3 SGD) sowie jeweils einen Mini-Wok (6,50 SGD), der aber eigentlich für mehr als eine Person gereicht hätte.

Das Essen war richtig lecker und wir schlussendlich extrem voll.

Danach machten wir uns auf den Weg zu Gardens by the Bay – mit der MRT. Wir hatten keine Ahnung wie weit dies eigentlich sei, im Nachhinein hätten wir den Weg auch zu Fuß zurücklegen können.
Mit der roten Linie fuhren wir bis zur Station Marina Bay und zahlten 1,80 SGD.

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Beachfront Avenue in Singapur

Von dort aus kannst du die Bayfront Avenue hinauf zum berühmten Marina Bay Sands wandern.

Die Aussicht auf den Hafen und die singapurische Skyline ist bei Nacht atemberaubend schön.
Derzeit wurde auch für das i light marina bay-Festival aufgebaut, welches von 4. bis 27. März 2016 stattfindet.
Durch die Highclass-Shopping-Mall kannst du auf die andere Seite zu den Gardens By the Bay direkt durch das Hotel laufen.
Laut Internet wird bis 20.30 Uhr ein Eintritt von 5 SGD verlangt, das gilt allerdings nicht für den Bereich Outdoor Gardens in Bay South. Und glaube mir, dieser Anblick alleine ist schon wunderschön genug!

 

Allerdings haben wir uns auch „nur“ den überwältigenden Supertree Grove angesehen.

Zu klassischer Hintergrundmusik haben wir uns darunter gelegt und das Farbenspiel sowie den Moment genossen.

Es hatte einfach etwas unglaublich Beruhigendes und Romantisches (für die Pärchen unter euch).

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Das Farbenspiel der Supertree Grove bei Gardens By The Bay

 

Lass dich nicht abzocken!

Um auf die Sightseeing-Plattform raufzufahren, musst du als Erwachsener 23 SGD bezahlen. Lass es!
Fahre lieber mit dem Fahrstuhl zum Restaurant & Rooftop-Bar CE LA VI hinauf und genieße die Aussicht. Das Titelbild dieses Beitrags ist übrigens hier entstanden.
Wir haben uns dort einen Cockail für 28 SGD pro Person gegönnt. Ein bisschen Luxus schadet ja nicht.

Im Nachhinein betrachtet, hätten wir aber gar nichts bestellen müssen.

 

Hätten wir gewusst, dass die Preise netto sind und noch 4,80 SGD Service-Gebühren hinzu kämen, hätten wir es wahrscheinlich gelassen.
Da wir von der Reise sehr müde waren sind wir noch 24 Uhr mit der Metro zurück zu unserem Hostel gefahren. Diesmal für € 1,70, da wir den Pfand zurückbekamen.

Zusammengefasst hat uns der erste Tag somit  44 SGD gekostet. Also hatten wir noch 17,50 SGD zur Verfügung. Ohne den teuren Cocktail wäre es natürlich noch mehr gewesen.

 

Tag 2 – Dienstag – in 6 Stunden durch ganz Singapur laufen

Mit Mitraa Inn hatten wir (unbeabsichtigt) den idealen Ausgangspunkt für eine Stadttour gebucht.

Wem das Hostel nicht zusagt, der findet entlang der Serangoon Road, Ecke Lavender Straße noch ein paar andere Hostels.

Bevor es zu Mittag los ging, frühstückten wir noch ausgiebig Toast mit Nutella, Butter und Erdnussbutter sowie einer Banane.

Außerdem schmierten wir uns noch ein Sandwich für unterwegs um so den Hunger bis zum Abend zu überbrücken. Frühstück war ja inklusive!

 

Die perfekte Route durch Singapur

Little India in Singapur

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Buffalo Road in Little India

Zuerst laufe ein paar Schritte nach links, wenn du dem Rücken zum Hostel stehst, denn da befindet sich der erste Tempel Sri Vadapathira Kaliamman.
Danach drehe um und laufe die Serangoon Road Richtung Station Little India entlang.

Der zweite Hindu Temple Sri Srinivasa Perumal befindet sich zu deiner Rechten, gefolgt vom Sri Veeramakaliamman Temple.
Insofern nicht gerade eine Messe ist, kannst du ohne Schuhe hineingehen.

 

Anschließend mache deinen ersten Stopp im Tekka Center, das sich rechts gleich nach der berühmten Buffalo Road befindet.
Das Gebäude hat uns wahrscheinlich am meisten beeindruckt. Hunderte Inder und Asiaten wuseln sich durch die Gänge und nehmen ihr Mittagessen aus einer Vielzahl an kulinarischen Köstlichkeiten zu sich. Das alles zu Preisen von 1-7 SGD!
Ein Insider hat uns gesagt, dass vor allem am Dienstag und Donnerstag viel los ist, weil da die Messen sind.

Sonntag sollte man das gut besuchte Tekka Center eher meiden, da zu viel los ist!

Mit einem Shake oder einer kleinen Mahlzeit gestärkt, biege links ab und laufe den Rochor River entlang der Rochor Canal Road bis du auf der Ophir Road landest.
Dabei wirst du an der ersten katholischen Kirche vorbeikommen, The Church Of Our Lady Of Lourdes.
Von der Ophir Road biege die nächste Straße links, nach der Victoria Street, in die North Bridge Road ab.
Hier befindet sich das arabische Viertel. Das ist ziemlich leicht an der Sultan Moschee zu erkennen. Die größte Moschee in Singapur!
Gleich daneben befindet sich die Haji Lane und lädt zum Trinken, Essen und Shoppen ein.
Die niedliche Straße war definitiv ebenso ein Highlight unserer Tour.

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Haji Lane im arabischen Viertel

Die bunten Häuschen mit verschiedenen Geschäften und Kaffeehäusern war entzückend anzusehen. Am Ende findet man auch noch ein paar Graffitis an den Häuserwänden.

 

Am Ende der Straße biege rechts in die Beach Road ab. Nach ein paar hundert Metern erreichst du den War Memorial Park sowie die St. Andrew’s Cathedral – die größte Kirche in Singapur.

Hier machten wir einen kurzen Stopp bei McDonalds um einen Iced Coffee um 1,95 Dollar zu trinken.

 

Die Gegend war ebenso wunderschön. Man fühlte sich als wär man zugleich in Dubai, New York City und Wien – je nachdem in welche Richtung man schaute.

 

Bewege dich nun in Richtung Hafen zum Esplanade – Theatres on the Bay. Hier gibt es immer wieder kostenlose Filmvorstellungen und Musik-Events.
Von dort aus hast du eine spitzen Aussicht über Marina Bay, zum Merlion, CE LA VIE Hotel und der Skyline. Nimm dir etwas Zeit zum rasten.
Anschließend fahre mit dem Fahrstuhl in den obersten Stock des Gebäudes. Im Esplanade ist es angenehm kühl und von der Dachterrasse hast du ebenso eine gute Aussicht.

 

Colonial District

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Halb Löwe, halb Fisch: Merlion mit dem Finanzviertel im Hintergrund

Abgekühlt und etwas erholt, kannst du dich auf den Weg zum Merlion über den Esplanade Drive machen.
Das Fullerton Hotel befindet sich dort ebenso und war die ehemalige Poststelle von Singapur und beeindruckt immer noch im Kolonialstil.
Wenn du ein paar Schnappschüsse von der wasserspukenden Löwen-Fisch-Kombination gemacht hast, kannst du weiter auf der Fullerton Road/Anderson Bridge gehen, vorbei am Asian Civilstions Museum sowie dem Victoria Theatre & Concert Hall.

Gleich daneben befindet sich auch die National Gallery, die sehr an die Wiener Innenstadt erinnert.
Zwischen den Gebäuden hindurch befindet sich die Parliament Pl., die in die High Street mündet.
Am Ende angekommen, findets du den Fort Canning Park, der nicht nur einen Teich sondern auch viel Sehenswertes in sich birgt.

Optimal um einen Zwischenstopp einzulegen und unser Sandwich zu essen!

 

Ab nach Chinatown

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Markt in Chinatown

Wenn du genug vom Relaxen hast, dann ist es Zeit Chinatown zu erkunden!
Spaziere entlang der New Bridge Road vorbei am ChinaTown Point.
Dort biegst du in die Upper Cross Street bis hin zur South Bridge Road ab.

Rechts hinein bis zu an der Pagoda Street ankommst.

Hier befindet sich der Sri Mariamman Tempel. Er ist der älteste Hindu-Tempel in Singapur.

Etwas weiter gerade aus findest du den letzten Tempel der Tour und auch den, der sich am meisten von den anderen unterscheidet – der Buddha Tooth Retlic Tempel.

Du stehst und siehst nun in Richtung Tempel. Rechts davon befindet sich die Sago Street. Wenn du diese entlang läufst endest du zwischen vielen Läden und Straßenverkäufern bis hin zum Food Market.
Ich würde dir allerdings empfehlen hier nichts zu kaufen, denn was das Tekka Center für Littel India ist befindet sich in Chinatown im Chinatown Complex.
Im oberen Stockwerk findest du, günstiger als bei den Ständen draußen und im Maxwell Foodcenter, asiatische Köstlichkeiten und Säfte.

Es ist zwar nicht so viel los wie im Tekka Center, jedoch haben wir sehr gut gegessen.

Wir befinden uns jetzt am Ende unserer Tour und haben so gut wie alles abgeklappert, was du sehen solltest.

Nach diesem Spaziergang wirst du wahrscheinlich sowieso müde sein und wieder zurück wollen oder du schaust dir (noch einmal) die Aussicht von oben an, falls du das noch nicht am ersten Abend gemacht hast.

 

Was du aus diesem Trip-Vorschlag lernen kannst

• Wenn du eine gute Kondition hast, kannst du alles an einem Tag erledigen und somit auch noch die 2 x 1,80 SGD für die Strecke von der Unterkunft zu Marina Bay sparen. Oder du gehst zwei Mal diesen Weg – am Vortag und am eigentlichen Sightseeing-Tag.
• Adam’s Corner ist eine tolle Alternative zu den Hawker Markets und ist nur ein wenig teurer. Möchtest du aber so viel wie möglich sparen, gehe gleich dorthin.
• Du musst nichts bei der Rooftop-Bar konsumieren, wenn du nicht möchtest. Falls du eine Frau bist, dann gehe an einem Mittwoch ins CE LA VIE, denn da ist Ladies Night!
• Singapur kann auch günstig sein!

 

Ein paar hilfreiche Apps hat der Tourismusverband YourSingapore für dich zusammengestellt.

 

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Du hast selbst ein paar hilfreiche Tipps zu Singapur, dann immer her damit!

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Kommentare

Kommentare

3 thoughts on “32hrs: Geld sparen in Singapur – Singapore on a budget

  1. Wow, hardcore Programm. Ich bräuchte für diese Route locker 3 Tage 😉

    Dass Singapur nicht unbedingt die Welt kosten musst stimmt auf jeden Fall. Man muss aber schon aufpassen und plötzlich wirkt Kuala Lumpur wie eine Schnäppchen-Stadt…

    1. Ja es war echt viel an einem Tag. Aber allgemein klingt es auch viel „schlimmer“ als es war. Wir hatten uns nicht gestresst sondern sind überall gemütlich hingelaufen.
      Viel Spaß noch in Singapur! 🙂

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